Kooperationsvereinbarung der beiden Wasserzweckverbände in den Gemeinden Illschwang und Birgland

Kooperationsvereinbarung der beiden Wasserzweckverbände in den Gemeinden Illschwang und Birgland

Eine neue Kooperationsvereinbarung der beiden Wasserzweckverbände in den Gemeinden Illschwang und Birgland betrifft die zukünftige gemeinsame Nutzung des technischen Personals beider Verbände.

Im Besprechungszimmer des Rathauses in Illschwang unterzeichneten die Vorsitzenden des Wasserzweckverbands der Schwend-Poppberg-Gruppe Elmar Halk und der Illschwang-Gruppe Dieter Dehling offiziell die Kooperationsvereinbarung. Vorausgegangen war eine erfolgreiche zweijährige Testphase. Die Vereinbarung betrifft vor allem eine engere Zusammenarbeit des technischen Personals.

Die Kooperation hatte sich auch vor allem deshalb angeboten, weil beide Verbände in der Verwaltungsgemeinschaft Illschwang betreut werden und es bereits seit Jahren eine gute Zusammenarbeit gibt. Ziel ist es, den steigenden gesetzlichen Anforderungen, sowie den Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes dauerhaft gerecht zu werden. Des Weiteren kann in Zukunft ein funktionierender Bereitschaftsdienst sichergestellt werden.

Durch die neue Struktur können beide Wasserversorger mit ihrem technischen Personal, bestehend aus Wassermeister Peter Kölbel, Fachkraft Klaus Loos und Wasserwart Ernst Herbst gemeinsam die Betreuung der Anlagen und Netze gewährleisten.

Ohne diese Vereinbarung hätte jeder Wasserzweckverband mindestens zwei Vollzeitkräfte vorhalten müssen. „Besonders in Urlaubs- und Krankheitszeiten,“ so Elmar Halk gegenüber Oberpfalzmedien, „wäre dies mit erheblichen Risiken verbunden gewesen. Ein Mitarbeiter allein hätte die Verantwortung gehabt.“ Durch die Vereinbarung wird, seiner Meinung nach, für mehr Sicherheit, Entlastung und Verlässlichkeit gesorgt.

Auch im organisatorischen und finanziellen Bereich bringt die Kooperation deutliche Vorteile. Die Kosten für Personal, den Kauf von Geräten und Maschinen werden zukünftig gemeinsam getragen. Der Fuhrpark steht nun beiden Verbandsgebieten zur Verfügung. Die durch die Zusammenarbeit entstandenen Kosten werden, über einen festen Schlüssel, fair auf beide Verbände aufgeteilt.

 

Die maßgebliche Initiative für die Zusammenarbeit ging vom Vorsitzenden des Wasserzweckverbands der Schwend-Poppberg-Gruppe aus. Elmar Halk hatte sich frühzeitig für eine engere Vernetzung der regionalen Wasserversorger eingesetzt. Er bringt umfangreiche Erfahrung mit, da er selbst eine Kooperation von fünf Wasserversorgern leitet.

Halk merkte an: „Hier geht es um die gemeinsame Aufgabe die sichere Versorgung aller Abnehmer mit höchster Trinkwasserqualität zu gewährleisten.“ Der Verbandsvorsitzende der Illschwang-Gruppe Dieter Dehling zeigte sich überzeugt von dem eingeschlagenen Weg: „Nach anfänglicher Skepsis bin ich heute voll überzeugt. Die Nutzung von Synergieeffekten untereinander ist die Zukunft regionaler Wasserversorger.“

Die Zusammenarbeit ist, nach Ansicht von Elmar Halk, ein zukunftsweisendes Modell für eine nachhaltige und wirtschaftliche Wasserversorgung in der Region.

 

Von den beiden Wasserzweckverbänden werden zukünftig betreut: 210 km Wasserleitungen, 2010 Hausanschlüsse, 5800 versorgte Einwohner, sechs Tiefbrunnen, sechs Hochbehälter, sowie drei Wasserwerke und Pumpstationen.

 

Bild: Norbert Weis
Text: Elmar Halk